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US-Umfrage: 70% finden Nachrichtenfülle im Netz überwältigend

US-Amerikaner haben gemischte Gefühle, wenn es um die neuen Nachrichtenquellen im Internet geht. Über die Hälfte von ihnen (rund 55 %) sagen zwar, so eine aktuelle Studie, dass man heute besser mit Nachrichten und Informationen versorgt werde, als vor fünf Jahren, aber 70% finden die Menge an Informationen aus den verschiedenen Quellen auch als unbeherrschbar und überwältigend.

Eine große Mehrheit der US-Amerikaner (rund 92 %) nutzt heute bereits mehrere Plattformen parallel um ihre täglichen Nachrichten zu erfahren, dies ist das Ergbnis einer aktuellen Studie des Pew Research Center.

Zwischen Dezember 2009 und Januar 2010 befragte das Princeton Survey Reasearch Institut über 2.200 US-Amerikaner über 18 Jahren nach ihrer Nachrichtennutzung. Dem nach ist das Internet ist inzwischen bereits das drittbeliebteste Nachrichtenmedium, gleich hinter den lokalen und nationalen Fernsehnachrichten und noch vor nationalen und lokale Tageszeitungen und Hörfunk. 59 % der US-Amerikaner nutzen jeden Tag eine Kombination aus Online- und Offline-Medien um ihren Nachrichtenbedarf zu decken.

Gerade durch das Internet und die Mobilen Endgeräte hat sich die Nutzung von Nachrichten in den vergangenen Jahren radikal geändert. Das heutige Multimedia-Umfeld macht die Nutzung von Nachrichten tragbar, personalisiert und lädt sogar zum mitmachen ein:

  • Portabilität:
    Ein Drittel der US-Handybesitzer lesen auf ihrem Mobiltelefon regelmäßig Nachrichten.
  • Personalisierung:
    28% der US-Internetnutzer haben ihre Website so eingerichtet, dass sie damit personalisierte Nachrichten zu den von ihnen vorher bestimmten Themen aus unterschiedlichen Online-Quellen angezeigt bekommen.

  • Partizipation:
    37% der US-Internetnutzer  sind selbst direkt an der Herstellung, Kommentierung oder Weiterverbreitung von Nachrichten im Netz über soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter beteiligt.

Außerdem nutzen die US-Amerikaner verstärkt ihre sozialen Netzwerke um ihre Nachrichten zu finden, zu filtern und darauf zu reagieren. Per E-Mail oder Chat werden als relevant angesehene Inhalte dann weiterverbreitet oder kommentiert. Von den Online-Nachrichtennutzern erhalten 75 % diese Inhalte durch Mails, Newsletter oder auf den Seiten der sozialen Netzwerke. 52% von ihnen teilen diese so erhaltenen Inhalte dann wieder mit weiteren Nutzern. Der typische US-Amerikaner informiert sich regelmäßig über verschiedene Nachrichtenseiten im Netz und nutzt nicht nur seinen Favoriten.

Links:

Princeton Survey Reasearch Institut

Pew Research Center

GigaOM

Project for Excellence in Journalism (PEJ)

Bewegte Bilder - bewegte Zeiten - Bewegtbild-Fachtagung am Flughafen München

Auf der Veranstaltung der Medientage München und der KPMG trafen sich gestern im Kempinski Airport in München zahlreiche Fachleute der Internet-, TV- und PR-Branche zur Diskussion.

Zunächst beeindruckte Andreas Briese von YouTube in seiner Keynote mit eindrucksvollen Zahlen: In Deutschland werden zur Zeit 6 Milliarden Video-Views pro Monat gezählt, 86,5 % der Internet-Nutzer sehen sich regelmäßig online Videos an und 58% der User sehen sich YouTube-Videos auf Empfehlung von Freunden an. Rund die Hälfte aller YouTube-Videos werden bewertet oder kommentiert. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass pro Minute weltweit Videos mit mehr als 20 Stunden Sendelänge hochgeladen werden (!).

IP-Video als Ergänzung des Distributionsmix

Die Umweltdokumentation HOME von Luc Besson und Yann Arthus-Bertrands zeige, so Andreas Briese, dass Internetvideos eine gute Ergänzung des Distributionsmixes sein können. Zu den 8 Millionen Zuschauern des Films im französischen Fernsehen kamen über IP noch einmal 10 Millionen hinzu. Auch die Auswertung über DVD war darüber hinaus noch sehr erfolgreich.
Briese stellte außerdem noch die YouTube Services Video ID, ein Rechteüberprüfungs-Tool und YouTube Insight, ein Analyse-Tool, vor. Ob der Dienst YouTube Rentals, der bislang nur in den USA und Großbritannien angeboten wird, auch in Deutschland eingeführt wird, lies Bries allerdings offen.
Peter Kerckhoff von der Deutschen Telekom, zeigte wie sich sein Unternehmen die Konvergenz auf  3 Bildschirmen vorstellt (Mobile Device, Laptop und TV-Screen zuhause). Ein interessante Zahl: Beim contentbezogenen Geschäft der Telekom, hat Bewegtbild einen Anteil von 70%, Games und Musik zusammen kommen nur auf 30%.
Rüdiger Oppers, Leiter der elektronischen Medien bei der WAZ Mediengruppe, geht davon aus, dass gerade im Special Interest Bereich gute Geschäftsmöglichkeiten für WebTV bestehen. Als Beispiel nannte er die Modelleisenbahenfans, die die WAZ auch schon mit einigen Printprodukten versorgt. Oder den Lokalsport, den sonst kein TV-Sender zeigt.


BR plant iPhone App für die Rundschau

Rainer Tief, Leiter des Programmbereichs Multimedia und Jugend beim Bayerischen Rundfunk, kündigte an, dass der BR künftig auch für die Rundschau im Bayerischen Fernsehen eine iPhone App anbieten wird. Außerdem zeigte er die Herausforderungen bei Aufbau einer Mediathek an, gerade unter den schwierigen Vorgaben des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags. Die BR-Mediathek erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei den Usern. Die Audio-Podcasts, mit denen der BR 2005 als Pionier auf diesem Gebiet anfing, haben sich rasant entwickelt. Während 2005 beim Start des Projekts nur 381.000 Audiobeiträge gefragt waren, konnten Ende 2009 bereits knapp 80 Millionen Abrufe gezählt werden. Die Videoabrufe in der BR-Mediathek betragen zur Zeit 2,72 Millionen pro Monat!

Peter Christmann von Snack tv ging in seinem Vortrag auf die „Suggestivkraft“ des audiovisuellen Mediums ein, musste aber zugleich bilanzieren, dass von den 10,4 Milliarden Videos, die monatlich im Netz angesehen werden, nur rund 500 Millionen professionell vermarktbar sind. Die durchschnittliche Sendelänge der Internet-Videos beträgt rund 5 Minuten. Im Vergleich zum Fernsehen ist die Nutzung der internet-Videos in der Gesamtbevölkerung trotz rasant steigender Zahlen, noch immer erst bei rund einem Zehntel der Nutzungszeiten vom TV (in D im Durchschnitt: 226 Minuten TV-Nutzung und 25 Minuten Onlinevideo-Nutzung pro Tag).

Christian Sommer von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) zeigte interessante Zahlen aus der Videopiraterie-Szene. Während TV-Filme eher gestreamt werden, werden Spielfilme meist herunter geladen. Auch konnte ein unterschiedliches Verhalten von weiblichen und männlichen Tätern festgestellt werden: Frauen streamen lieber, Männer wollen die Filme downloaden. Das Thema HD ist für die Raubkopierer bislang noch kein Thema, im Durchschnitt sind nur 3 % der geklauten Inhalte in HD.


MSN ist mit Werbung ausgebucht

Christian Wenger von MSN überraschte das Publikum mit der Aussage: „Wir sind mit Werbungs ausverkauft!“. Der für Nutzer kostenlose Spielfilme-Service movies.msn.de arbeitet mit kurzen Pre-, Mid- und Post-Rolls, die der Zuschauer kaum als störend empfindet, zumal im unteren Teil des Bildschirms angegeben wird, wie lange es noch dauert, bis der Film fortgesetzt wird.

Dominik Reisig vom Start-Up CAVI präsentierte wie man mit nur drei Klicks in Online-Videos mittels Overlay-Technologie und Sushi-Bar-Icons zum direkten Produktverkauf kommt. Auch seiner Meinung nach, sind gerade Nischenmärkte, wie die für Angler, für die Vermarketung besonders interessant. BMW Product Placement Chef Hans-Peter Ketterl, der BMW TV als Beispiel für gebrandetes Entertainment mit redaktionellem Background präsentierte, kann sich kaum vorstellen, dass man mit Systemen wie CAVI auch Premium-Produkte an den Mann bringen kann. Höchstens im Accessoire-Bereich sind solche Modelle denkbar. Generell ist aber BMW sehr an innovativen Marketingideen, auch und gerade im Bewegtbild-Bereich, interessiert.

Auf der rund fünfstündigen Tagung wurde viel diskutiert und es wurden zahlreiche Anwendungsbeispiele und Statistiken gezeigt. Alleine die Frage die alle brennend interessierte, wurde nicht richtig beantwortet: Welche Geschäftsmodelle im Online-Videobereich funktionieren schon heute?

Zeitungen im Internet

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) untersuchte die Internetpräsenzen von verschiedenen Tagszeitungen. Die Ergebnisse sind eindeutig: die Zeitungsverlage sind online besser vertreten als jemals zuvor. Der BDZV untersuchte die Webangebote in Bezug auf Social Media mobile Dienste, Online-Videos, E-Paper und Jugend-Websites.

Der Bundesverband verzeichnet 658 Zeitungen, die ihre Inhalte auch im Internet zugängig machen. Dies ist eine Steigerung von 22 Prozent im Vergleich zu 2008. Im Jahr 1997 gab es bereits über 100, fünf Jahre später waren es bereits mehr als 400. Auch der Einsatz von Online-Videos ist drastisch gestiegen. In der aktuellen Erhebung zählt der BDZV 498 Webseiten, die die bewegten Bilder anbieten. Das ist ein Plus von fast 100 Prozent im Vergleich zu 2008. Lediglich 33 Prozent der Verleger nutzt hierfür Videos externer Anbieter; 59 Prozent produzieren die Videos selbst. 44 Prozent nutzen Videoangebote aus dem Netzwerk der Online Marketing Service GmbH (OMS). OMS startete im November 2008 ein eigenes Netzwerk für die angeschlossenen Zeitungen, die hier Videos aller Art finden können.

Nutzung von Videos; Quelle: BDZV

Mit der wachsenden Begeisterung für internetfähige Smartphones setzen immer mehr Verlage auf den Einsatz von mobilen Portalen. 26 Prozent der Zeitungen bieten bereits ein solches Portal. 17 Prozent bieten SMS-Dienste an, bei denen der Leser über wichtige Entwicklungen per SMS informiert wird. Noch gibt es wenige Applikation für Smartphones, die von Zeitungsverlagen entwickelt wurden. Experten rechnen jedoch mit einem starken Wachstum in den nächsten Monaten.

Social Media hat sich als erfolgreicher Kommunikationsweg etabliert. Wie der BDZV fetstellte, verfügen 66 Prozent der Zeitungswebseiten über Social-Media-Applikationen. Den RSS-Feed bieten 53 Prozent an, weitere 40 Prozent nutzen Twitter. 17 Prozent der Verlage haben ein eigenes Profil oder eine Gruppe auf Facebook; 12 Prozent sind in der VZnet-Gruppe aktiv.

Das Medienportal Meedia untersuchte die Liste der Zeitungs-Webseiten hinsichtlich Popularität, schloss aber zunächst all die Seiten aus, die mehrfach zu finden sind. Schließlich blieben 310 Internetpräsenzen, von denen 96 eine so geringe Zahl von unique visitors verzeichnete, dass Google keine genauen Zugriffszahlen liefern kann. Immerhin 44 Zeitungen lockten im Januar über 100.000 Leser an, 25 über 200.000, 19 auf mehr als 300.000 und 11 auf mehr als 500.000 Leser in dem Monat.

Die beliebtesten Zeitungen im Internet; Quelle: Meedia.de

Links:

BDZV

Artikel auf Meedia.de

Artikel auf Kress.de

Artikel der Zeit

Christoph Waltz gewinnt Bafta Film Award

Die Filmindustrie neigt sich dem Höhepunkt des Jahres zu: am 7. März werden die Academy Awards in Los Angeles verliehen. Bereits gestern wurde der so genannte britische Oscar vergeben. Bei der Verleihung der Bafta Film Awards zählte der Irak-Thriller „Hurt Locker“ zu den großen Abräumern. Aber auch der Österreicher Christoph Waltz konnte die begehrte Trophäe mitnehmen.

Christoph Waltz wurde als bester Nebendarsteller für seine Rolle in Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds” ausgezeichnet. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so einen Traum einmal träumen könnte“, so Waltz. Er setzte sich gegen Alec Baldwin („Wenn Liebe so einfach wäre“), Christian McKay („Me And Orson Welles“), Stanley Tucci („In meinem Himmel“) und Alfred Molina („An Education“) durch.

Die Favoriten der Bafta Awards waren dieses Jahr „Avatar“, die Verfilmung des Nick-Hornby-Dramas „An Education“ sowie der Irak-Thriller „Hurt Locker – Tödliches Kommando“. Die Filme waren jeweils in acht Kategorien nominiert. Großes Gewinner war „Hurt Locker“, der sechs der begehrten Auszeichnung, u.a. für „Bester Film“ und „Beste Regie“, gewann. Die Regisseurin Kathryn Bigelow und gleichzeitig Ex-Frau von James Cameron, der in der selben Kategorie für „Avatar“ nominiert war, gewann als erste Frau in der Geschichte der Bafta Film Awards den Preis für die beste Regie. “It’s a true honour. I didn’t realise this was a first – hopefully it’s a first of many.”

Weitere Gewinner waren Carey Mulligan als „Beste Darstellerin“ in „An Education“, Colin Firth als „Bester Darsteller“ in „A Single Man“ und Mo’Nique als „Beste Nebendarstellerin“ in „Precious“.

Links:

Bafta Film Award

Artikel der Süddeutschen Zeitung

Artikel der Welt

Artikel des Telegraph

Artikel der Sun

SchülerVZ: Ermittlungen eingestellt

Im Oktober 2009 beging der mutmaßliche Erpresser der SchülerVZ-Gruppe Matthias L. Selbstmord. Sein Anwalt, Ulrich Dorst, erhob schwere Vorwüfe gegen die Geschäftsleitung von VZnet sowie einige Mitarbeiter: sie sollen seinen Mandaten durch die Erpressungsvorwürfe und das Einschalten der Staatsanwaltschaft in den Tod getrieben haben. Nun wurden die Ermittlungen eingestellt, da es keinen hinreichenden Tatverdacht gäbe.

Am 19. Oktober verhaftete die Polizei den 20-jährigen, mutmaßlichen Erpresser in Berlin. Er soll 80.000 Euro von dem Internetportal gefordert haben. Im Gegenzug wollte er illegal erworbene Daten von SchülerVZ-Mitgliedern nicht weitergeben sondern an das Unternehmen abtreten. Am 29. Oktober endete er sein Leben in der Jugendstrafanstalt Plötzensee.

Links:

Artikel auf Meedia.de

Artikel der Zeit

Meldung der Welt

Meldung der Frankfurter Neuer Presse

Sammelklage gegen Google Buzz

Google startete vor einigen Tagen seinen umstrittenen Social-Networking-Dienst Buzz. Ähnlich wie bei Twitter oder Facebook können die Nutzer kurze Statusnachrichten für Freunde veröffentlichen. Bereits zur Veröffentlichung wurde Google stark für mangelnde Privatsphäre und Datensicherheit kritisiert. Nun wurde eine Sammelklage gegen Google Buzz eingereicht.

Stellvertretend für 31,2 Millionen Nutzer von GoogleMail hat die 24-jährige Jura Studentin Eva Hibnick der Harvard University die Sammelklage eingereicht. Einer der Vorwürfe ist, dass Google seinen Dienst Buzz bei den meisten der 31,2 Millionen GoogleMail-Nutzer installiert habe, ohne nach deren Einverständnis zu fragen. “I feel like they did something wrong. They opted me into this social network and I didn’t want it,“ so Hibnick. Die Anwälte sehen besonders den ‚Computer Fraud and Abuse Act’ missachtet, der die “Kompromittierung der Privatsphäre eines Computers” sowie die “wissentliche Übertragung und absichtliche Beschädigung” von Daten eingrenzt.

Die Klägerin Hibnick fordert einen hohen Schadenersatz für die Geschädigten, sowie die Zusicherung Googles ähnliche Vorgänge in Zukunft zu unterlassen.

Links:

Google Buzz

Artikel des San Francisco Chronicle

Artikel auf ZDNet.de

Meldung auf ABCNews.go.com

Online-Werbung überholt Print-Werbung

Online-Medien erfahren eine stets wachsende Bedeutung. Für Informations- und Nachrichtenaustausch sind sie heutzutage unentbehrlich. Auch die Online-Werbung wird wichtiger: im Jahr 2009 ist der Online-Werbemarkt um 12 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro angestiegen.

Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) untersuchte die Bruttowerbeinvestitionen des Jahres und stellte diesen Zuwachs fest. Auch wuchs der Werbemarktanteil auf 16,5 Prozent und überholt so erstmal Werbung in Publikumszeitschriften. Online-Werbung ist demnach drittstärkstes Werbemedium und wird nur noch von TV und Zeitung übertroffen. Der Online-Vermarkterkreis erwartet für das Jahr 2010 sogar ein Bruttowachstum von 14 Prozent. Demnach würde das Bruttowerbevolumen insgesamt 4,7 Milliarden Euro betragen. „Online-Werbung konnte 2009 ihre Effizienz unter Beweis stellen und trotz anhaltender Wirtschaftskrise ein Bruttowachstum von zwölf Prozent für sich verbuchen. Auch für 2010 sehen wir ein weiteres Wachstum von 14 Prozent, was sich netto im Bereich von fünf bis sechs Prozent bewegen wird“, so Paul Mudter (IP Deutschland), Vorsitzender des OVK im BVDW.

Das beliebteste Mittel der Online-Werbung war die klassische Display-Werbung. 2,17 Milliarden Euro investierten Unternehmen in diese Marketingform – ein Zuwachs von 13 Prozent. Suchwortmarketing wurde mit 1,62 Milliarden Euro gefördert, was einer Steigerung von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutete. Das Affiliate-Marketing stieg um 15 Prozent auf über 300 Millionen Euro.

Vorallem Video-Ads wurden verstärkt eingesetzt. Hier konnte eine Steigerung von 160 Prozent gemessen werden. „Wir gehen davon aus, dass Bewegtbild-werbung im Internet auch 2010 weiter stark zulegen wird“, so Mudter. Auch Wallpaper-Werbung konnte ein Plus von 65,1 Prozent verbuchen. Weniger eingesetzt wurden jedoch Maßnahmen wie Banner, Pop-Ups und Layer.

„In den nächsten zwei bis drei Jahren wird sich das Internet hinter TV als zweitstärkstes Werbemedium etablieren, da die Budgets weiterhin nachhaltig in den Online-Bereich wandern. Der Abstand zu den Zeitungen beträgt schon jetzt weniger als fünf Prozent und wird schon 2010 weiter schrumpfen“, so die Prognose von Paul Mudter.

Bruttowerbeanteile; Quelle: OVK

Links:

Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Deutsche Wirtschaft (BVDW)

Artikel auf InternetWorld.de

Artikel auf Horizont.Net

Facebook überholt die VZ-Gruppe

Soziale Netzwerke werden von vielen Millionen Menschen weltweit genutzt. Auch in Deutschland finden Lokalisten und Co. immer größeren Anklang. Im Januar hat Facebook erstmals mehr Nutzer vermelden können, als alle drei VZ-Communities zusammengenommen.

Wie Meedia.de mitteilt hatte Facebook 13 Millionen unique visitors im Vormonat aus Deutschland. Die drei VZ-Netzwerke kamen ‚nur’ auf 12 Millionen unique visitors im selben Zeitraum. Das Business-Portal LinkedIn ist erstmal in den Top20 zu finden.

Die vergleichweise neuen Plattformen Foursquare und Gowalla, über die Nutzer ihren aktuellen Standort bekannt geben und Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung finden können, findet jedoch bisher keinen großen Anklang. Lediglich 63.000 bzw. 29.000 unique visitors konnten die beiden Netzwerke zählen.

Die Differenz zwischen unique visitors und aktiven Nutzern ist hoch: Facebook spricht von 7,3 Millionen aktiven Nutzern in Deutschland. Die unique visitors zählen zusätzlcih all die, die auf das Portal geklickt haben, ohne sich mit einem eigenen Account einzuloggen. Dank der Einbindung von Facebook-Profilen in die Google-Suche konnten so viele Neugierige angelockt werden.

Die beliebtesten Netzwerke Deutschlands; Quelle: Meedia.de

Link:

Meedia.de

Eine einzige private E-Mail-Adresse reicht den wenigsten

E-Mails haben den traditionellen Brief in vielen Bereich bereits abgelöst. Auch privat hat durchschnittlich jeder Deutsche eine E-Mail-Adresse. Wie der Hightech-Verband BITKOM in Zusammenarbeit mit dem Forsa-Institut nun herausfand, besitzen Internetnutzer im Schnitt sogar drei private E-Mail-Adressen.

Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich: eine einzige private E-Mail-Adresse reicht den wenigsten Befragten. Demnach besitzen sieben Prozent mehr als fünf Adressen für den privaten Gebrauch. Lediglich 30 Prozent verwenden nur eine E-Mail-Adresse. Weiteres Ergebnis der Umfrage ist die deutliche Altersverteilung: während von der  Generation der Über-60-Jährigen 55 Prozent nur eine Adresse nutzen, sind es bei den 14- bis 29-Jährigen nur 30 Prozent.

„Internetnutzer verwenden für verschiedene Zwecke am besten unterschiedliche Mail-Adressen – das erhöht die Sicherheit und den Schutz vor Spam-Mails“, so die Erklärung von Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM. Der Hightech-Verband das Anlegen von mindestens zwei privaten Adressen: eine wird als offizielle E-Mail-Adresse genutzt. Mit dieser wird mit dem eigenen Umfeld kommuniziert, aber auch mit Behörden und öffentlichen Stellen. Diese sollte mindestens den echten Nachnamen enthalten um seriös zu wirken. „Seriöse Mail-Adressen sind z.B. bei Bewerbungen vorteilhaft“, so Scheer weiter. Diesen Rat befolgten bereits 57 Prozent aller befragten Internetnutzer, die sowohl Vor- als auch Nachnamen angegeben haben. Die zweite Adresse soll anonym angelegt sein und dient vor allem bei der Anmeldung von Foren, bei Online-Bestellungen, bei Newslettern oder anderen kostenfreien Diensten im Internet. „Die Zweitadresse dient als Müllschlucker für Phishing- und Werbe-Mails. Im Bedarfsfall kann sie gelöscht und durch eine neue ersetzt werden,“ so Scheer.

Link:

BITKOM

Web-Radios auf dem Vormarsch

Radios gelten neben Printmedien und TV als beliebtestes Medium der Deutschen. In fast jedem Haushalt läuft morgens nach dem Aufstehen Radio, viele Autofahrer hören täglich und auch sonst werden in vielen Situationen die Radiosender angeschaltet. Doch nicht nur die traditionellen Sender finden große Beliebtheit, auch Web-Radios sind immer stärker gefragt.

In Deutschland streamen derzeit rund 2.200 Web-Radios. Die Programme können im Internet ausgewählt und angehört werden. Die meisten der UKW-Sender bieten ihr Programm parallel zum herkömmlichen Sendebetrieb auch online an. Doch auch reine Web-Radios finden sich hier: für jeden Geschmack gibt es im Internet den passenden Sender. Sven Hansen, Audio/Video-Experte des Magazins „C’t“: “Durch das Internet kann im Prinzip jede Nische und jeder Geschmack bedient werden.” So müsse man nur wissen, wo man suchen muss, um den gewünschten Sender aus dem weltweiten Angebot finden zu können.

Ein beliebter Web-Radiosender ist beispielsweise Byte.fm, das in Hamburg produziert wird. So kann man hier nicht nur Live-Mitschnitte von Konzerten hören, sondern auch moderierte Sendungen zu bestimmten musikalischen Themengebieten. Rautemusik.fm bietet neun verschiedene Live-Streams an, deren Bandbreite von aktuellem Mainstream zu Hardrock und Funk reicht. Doch nicht nur Musiksender sind bei den Internetnutzern beliebt. So bietet der Sender 90elf.de beispielsweise Übertragungen der ersten und zweiten Bundesliga in voller Länge. Die Hinrunde verfolgten so insgesamt 10,3 Millionen Hörer.

Das Portal radio.de versucht die übersichtliche Flut an Web-Radios überschaubar zu machen: so kann man nach dem gewünschten Interpreten suchen oder direkt nach einem Sender. Angezeigt werden schließlich die Web-Radios, die den Suchkriterien entsprechen – gesucht wird in einer Auswahl von über 4.000 Anbietern. Auf diese Art findet jeder Hörer den passenden Sender.

Links:

Artikel der Süddeutschen Zeitung

Artikel von C’t

Artikel des ManagerMagazins

Radio.de

Byte.fm

90elf.de