SchülerVZ: Schweigegeld für den mutmaßlichen Erpresser

By 2009/11/09Medien

Nach dem Selbstmord des mutmaßlichen Erpressers von SchülerVZ, der laut eigenen Angaben 2,7 Millionen Daten erfasst und gespeichert hat, gerät das Netzwerk zunehmend unter Druck.

Die Betreiber des Portals SchülerVZ (Holtzbrinck-Netzwerk) gaben zunächst an, dass der 20-Jährige Verdächtige versucht hatte, das Unternehmen zu erpressen. Er forderte 80.000 Euro – ansonsten würde er die Daten und die Sicherheitslücke veröffentlichen. Die Unternehmenssprecher unterstrichen weiterhin, dass sie ihm kein Geld geboten haben. Nun liegt dem Spiegel angeblich ein Chat-Protokoll vor, das beweist, dass der Technikchefs des Unternehmens dem Hacker Schweigegeld angeboten habe. Der Verdächtige stand mehrere Tage in Kontakt mit den Betreibern des SchülerVZ und willigte schließlich einem Treffen ein, bei dem er verhaftet wurde.

So soll der Technikchef der VZ-Gruppe Jodok B. geschrieben haben: “Du – und andere können bei uns rumhacken, wie sie wollen. Ich bezahl euch sogar gerne dafür.” Als Bedingung nennt er folgendes: “Wenn ich jemanden dafür bezahle, möchte ich, dass das nicht public wird.” Angesprochen auf das Chat-Protokoll gab das Unternehmen keine Stellungnahme ab.

Der 20-jährige Tatverdächtige hat sich vor einer Woche in seiner Zelle das Leben genommen.

Links:

Artikel des Spiegel

Artikel der Welt Online

Artikel der Zeit

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